Qualifikationskonversion - Arbeitsplatzgestaltung für die Beschäftigten : Konsequenzen arbeitsorientierter Pädagogik für die Berufsbildung
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Abstract
"Die gegenwärtige Berufspädagogik steht vor einer Reihe ungelöster Fragen. Trotz einer Vielzahl von Studien ist das methodische Problem der Analyse von Qualifikationen und aktuller Tendenzen nach wie vor offen. Daraus folgend ergibt sich die Schwierigkeit, wie pädagogisches Handeln bezogen auf berufliche Tätigkeiten orientiert werden kann, vor allem wenn man langfristig Perspektiven der Berufsbildung berücksichtigt. Ausgehend von dieser Einschätzung wird eine Skizze für die Begründung von Berufspädagogik als Theorie arbeitsorientierter Bildung versucht. Diese ergibt sich vor allem aus der Kritik einer technizistischen Berufspädagogik. Aus einem fünfstufigen Gedankengang - Arbeitsplätze, Aufgaben, Anforderungen, Qualifikationen, Lernen - ergibt sich aber berufspädagogisch eine Anpassungstrategie. Für eine arbeitsorientierte Berufspädagogik verbietet es sich, die Interessen der Beschäftigten den Vorgaben durch Technik und Organisation nachzuordenen. Vielmehr ist es notwendig, in den Prozess der Entwicklung curricularer und organisatorischer Berufsbildungsplanung die Betroffenen selbst miteinzubeziehen. Eine offensive Qualifikationsstrategie setzt demgemäss an in den Betrieben, Handlungsstrategien zu entwickeln, welche ausgehend von der Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Umverteilung von Arbeit die Ausweitung sinnvoller Arbeit möglich macht. Dafür wird der Begriff Qualifikationskonversion vorgeschlagen." (Autorenreferat)