Anerkennung informell und nicht formal erworbener Kompetenzen - ein Beitrag zu mehr Durchlässigkeit und Innovationen im Bildungssystem?
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Abstract
"In der Bildungspolitik gibt es einen grundlegenden Perspektivenwechsel, der die Ziele von Bildung vorrangig auf Effizienz, Ergebnisse und den Marktbedarf auslegt und mehr oder weniger liberalen Mustern folgt. Dies geht einher mit einem Rückzug des Staates und der Kommerzialisierung von Bildung und wird im Zusammenhang mit dem Governance-Ansatz diskutiert. Die Herstellung von mehr Durchlässigkeit oder die Schaffung eines beruflichen Bildungsweges stehen keineswegs im Widerspruch zu dieser Neuausrichtung; sie sind zu ihrer Durchsetzung teils notwendig, allerdings unter Verlust wesentlicher mit diesen Forderungen ursprünglich verbundenen Reformintentionen. [...] Einhergehend mit der Reflexion der Durchlässigkeit als unabdingbarer und zentraler Reformforderung für das Bildungssystem wird im Beitrag die Anerkennung informell und nicht formal erworbener Kompetenzen einschließlich ihrer Validierung thematisiert und mit Blick auf die Diskussion um den Deutschen Qualifikationsrahmen in Reform- und Systementwicklungsperspektiven eingeordnet. Die Anerkennung informell und nicht formal erworbener Kompetenzen ist eine Option, die wesentlich dazu beitragen könnte, die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erhöhen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)