Jugendliche Spätaussiedlerinnen - Bildungserfolg im Verborgenen: eine qualitative Studie : Bericht über ein Forschungsprojekt

bibb.id132603
dc.contributor.authorSchmidt-Bernhardt, Angela [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T17:03:57Z
dc.date.available2018-12-17T17:03:57Z
dc.date.issued2008
dc.description.abstractNeuere Studien konstatieren hohe Bildungsinteressen bei Mädchen und jungen Frauen aus Aussiedlerfamilien bei gleichzeitiger konstanter Bindung an den familiären Kontext. Töchter aus Aussiedlerfamilien sind in den deutschen Schulen wesentlich erfolgreicher als die Söhne, definieren sich über hohe Bildungsapirationen, gute Deutschkenntnisse und hohe Leistungsbereitschaft. Die vorliegende Studie hat untersucht, auf welchem Fundament der Bildungserfolg der jungen Aussiedlerinnen aufbaut. Im Ergebnis ließen sich drei Säulen ausmachen. Zum einen beziehen sich die jungen Frauen auf die Familie als Netzwerk; die enge familiäre Bindung wird als Unterstützungssystem erlebt. Zum anderen orientieren sich die jungen Aussiedlerinnen insbesondere an ihren Müttern, die im Gegensatz zu Müttern anderer Migrantengruppen oft ein hohes Bildungs- und Ausbildungsniveau aufweisen und ihren Töchtern damit ein hohes kulturelles Kapital mitgeben. Bei der Planung und Begleitung der Schulkarriere sowie bei der Berufsfindung ihrer Töchter spielen diese Mütter eine wichtige Rolle. Die dritte Säule liegt in der gegenseitigen Unterstützung im innerethnischen Kontext in den Peergroups. Die jungen Mädchen grenzen sich von negativ beeinflussenden Cliquen mit vornehmlich männlichen Jugendlichen ab. Auffallend ist, dass der Erfolg der jungen Mädchen in eklatantem Gegensatz zu ihrem Erleben der Institution steht, die durchweg als negativ erlebt wird. Befragt wurden junge Aussiedlerinnen, die zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr waren und die gymnasiale Oberstufe besuchten. Alle waren als Kinder im Vorschul- bzw. Grundschulalter mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. (BIBB-Doku)
dc.format.extentS. 230-234
dc.format.illustrationLiteraturangaben
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/749286
dc.language.isode
dc.relation.ispartofDie Deutsche Schule : DDS ; Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis
dc.relation.ispartofvolume100 (2008), H. 2
dc.subject.classificationP 1.5 Migranten
dc.subject.classificationP 1.3 Frauen
dc.subject.classificationS 4.3.5 Bildungsbeteiligung & soziale Gerechtigkeit
dc.subject.otherAussiedler
dc.subject.otherWeibliche Jugendliche
dc.subject.otherSchulerfolg
dc.subject.otherBildungsbeteiligung
dc.subject.otherLeistungsmotivation
dc.subject.otherGeschlechtsspezifische Faktoren
dc.subject.otherFamiliale Sozialisation
dc.titleJugendliche Spätaussiedlerinnen - Bildungserfolg im Verborgenen: eine qualitative Studie : Bericht über ein Forschungsprojekt
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz
dc.typeGutachten/Studie

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