Familiäre Kommunikation und gelungenes kommunikatives Handeln von Jugendlichen in der kaufmännischen Erstausbildung
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Stuttgart
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Abstract
"In diesem Beitrag werden zwei Thesen geprüft: Zum einen wird ein substantieller Einfluss der familiären Kommunikationserfahrungen von Jugendlichen auf ihr kommunikatives Handeln in unterrichtlichen Lernsituationen bzw. auf ihre kommunikative Orientierung in späteren Arbeitssituationen postuliert. Zum anderen wird angenommen, dass diese Jugendlichen ihr kommunikatives Repertoire aus der allgemeinen Schule in die berufliche Erstausbildung transferieren. Die Analysen sind auf den Aspekt der gelungenen Kommunikation beschränkt. Die Stichprobe für die Studie wird in dem Ausbildungsberuf des Bankkaufmanns und in demjenigen des Kaufmanns im Einzelhandel gezogen (n=331). Die Pfadanalysen bestätigen im wesentlichen die in den beiden Thesen postulierten Zusammenhänge: (1) Danach steuern die positiven familären Kommunikationserfahrungen der Jugendlichen, die durch die Unterstützung und Empathie geprägt sind, auf substantiell positive Weise das (Mit-)Arbeiten der Befragten an gelungener Kommunikation in Lernsituationen. (2) Die Auszubildenden übernehmen ihre Strategien zu gelungener Kommunikation in unterrichtlichen Lernsituationen in hohem Masse aus der allgemeinen in die berufliche Schule. Somit stellt zumindest hinsichtlich des Aspekts der kommunikativen Entwicklung der Jugendlichen der Übertritt von der allgemeinen Schule in die berufliche Erstausbildung keinen Bruch, sondern einen gleitenden Übergang dar." (Autorenreferat)