Kaufmännische Kompetenz im Ausbildungsverlauf - Befunde einer pseudolängsschnittlichen Studie
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171785
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Abstract
"Der Beitrag befasst sich zunächst mit einer theoretischen und empirischen Beschreibung domänenverbundener und domänenspezifischer Kompetenz. Hieran anknüpfend wird aus einer Entwicklungsperspektive der Frage nachgegangen, inwieweit sich eine Modellierung der kaufmännischen Domäne über domänenverbundene und domänenspezifische Kompetenzaspekte als stabil über den Verlauf der beruflichen Erstausbildung erweist oder inwieweit sich Strukturveränderungen einstellen. Methodisch wird hierzu auf Verfahren der Item-Response-Theorie sowie auf Strukturprüfungen, Korrelationsanalysen und Effektstärkentests zurückgegriffen. Diese Verfahren werden auf N = 877 Auszubildende im Berufsbild Industriekaufmann/Industriekauffrau bezogen. Im Ergebnis erweist sich ein Strukturmodell, bestehend aus domänenverbundener und domänenspezifischer Kompetenz, als stabil über den Ausbildungsverlauf (konfigurale Invarianz). Die beiden Strukturdimensionen korrelieren jedoch am Ende der kaufmännischen Erstausbildung signifikant stärker als zu Beginn (z = 6.99; q Fisher = .48; p = .000), was als eine zunehmende kognitive Vernetzung beider Kompetenzdimensionen gedeutet werden kann." (Autorenreferat, BIBB-Doku)