Bildungssystem: Das Ende des Säulenkonzepts
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Abstract
"Die markanteste Veränderung des Bildungssystems zeigt sich aktuell in der Entscheidung für einen Ausbildungsweg. Traditionell waren Akademiker eine Leistungs- und Führungselite. Der Zugang zur Hochschule war lange Zeit so reglementiert, dass ca. 10-12 Prozent eines Jahrgangs einen Hochschulabschluss erreichten. Dies prägt bis heute das Bild des Akademikers als Mitglied einer kleinen gesellschaftlichen Oberschicht, obwohl die politisch gewollte und forcierte Erhöhung der Studierquote die Realität völlig veränderte." Die Autorin argumentiert für eine Neugestaltung des Bildungssystems durch den Abbau von Zugangsbeschränkungen. Ein zukünftiges Modell beruflicher Ausbildung müsse die dysfunktionale Trennung zwischen dualen Ausbildungswegen und akademischen Bildungsgängen aufheben. Ziel sollte ein integriertes Gesamtsystem sein, das vielfältige Pfade nicht nur erlaubt, sondern begünstigt. Der freie Zugang zu Bildung beseitige nicht die Notwendigkeit von standardisierten Leistungsnachweisen. Der Zugang zu Bildung sollte nur in den Fällen pfadabhängig gestaltet sein, in denen dafür ein konkreter Bedarf besteht. (BIBB-Doku)