Europa und Erziehender Unterricht. Grundfragen in sich verändernder Zeit. Europe and educating teaching
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Abstract
Bezieht man die Frage nach Europa auf die Aufgaben des Erziehenden Unterrichts, so zeigt sich unter bildungspolitischer Perspektive, dass die komplementären Gegensatzpaare nicht Europa oder Nationalstaatlichkeit sind, sondern Universalismus und Erfahrung. Beides ist notwendig, ergänzt einander. Bildung zielt auf den Einzelnen in seiner Erfahrungswelt, in seiner Umgebung - die man früher einmal Heimat, die man heute Alltagswelt nennt. Aber diese Erfahrungswelt ist nur Anlass, das Allgemeine in ihr aufzuspüren, um es wiederum in der Alltagswelt praktisch werden zu lassen. Mit Humboldt kann man feststellen, dass Bildung auf die "Menschheit in unserer Person" zielt und dass "Europa im Lehrplan des Unterrichts" die Chance darstellt, nach dem Allgemeinen im Besonderen zu fragen und das Besondere auf das Allgemeine hin zu befragen. Das gilt für das Wissen ebenso wie für die Haltung. (DIPF/Orig.)