Betriebliche Gatekeepingprozesse: Wie Rekrutierungsprozesse und Einstellungsentscheidungen von Betrieben strukturiert sind
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162318
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Abstract
Der Beitrag widmet sich der Rolle der Betriebe beim Übergang in die Berufsausbildung. Ob ein Jugendlicher einen Ausbildungsplatz im dualen System erhält, hängt in ganz wesentlichem Maße von den Rekrutierungsentscheidungen der Betriebe ab. Die geringen Übergangsquoten von Hauptschülern in eine duale Ausbildung belegen, dass diese Rekrutierungsentscheidungen zu Ungunsten von Hauptschülern ausfallen. Welche innerbetrieblichen Abläufe und Überlegungen die Rekrutierungsprozesse strukturieren und welche Bedeutung sie für die Einstellung bzw. Ausgrenzung von Hauptschülern haben, wird im Beitrag anhand der Ergebnisse einer Betriebsbefragung aufgezeigt. Schulische Zertifikate spielen demnach bei der betrieblichen Einschätzung der Ausbildungseignung von Bewerbern mit Hauptschulabschluss eine eher untergeordnete Rolle. Sozialkompetenzen, Praktika oder elterliche Unterstützung sind Ressourcen, die die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen und das "Manko Hauptschulabschluss" kompensieren helfen. (BIBB-Doku)