Der Unterschied von Intelligenz- und Kompetenzmessung in der beruflichen Rehabilitation : Erfahrungen und Beispiele aus dem Projekt VAmB

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Abstract

Seit etwa drei Jahrzehnten setzt man in Europa in der Schulpolitik stärker auf Integration als auf Sondierung. Indes hat sich in der Rolle der Intelligenztests nichts geändert. Sie dienen weiterhin dazu, junge Menschen mit dem Etikett "Lernbehinderung" zu versehen. Ein Intelligenzquotient von etwa 85 bis 65 führt zu dieser Diagnose. Für den späteren beruflichen Erfolg sind Ergebnisse von Intelligenztests von eingeschränktem Wert. Sie beschränken sich ausschließlich auf kognitive Prozesse bei genau umrissenen Aufgaben. Eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit verlangt aber auch ausgeprägte soziale Kompetenzen, die Fähigkeit zur Selbstorganisation sowie Fachwissen. Unternehmen setzen seit langem Assessment-Center-Verfahren ein und geben diesen den Vorzug gegenüber Intelligenztests bei der Potenzialanalyse ihrer Mitarbeiter. Der Autor plädiert dafür, dass Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation Kompetenzmessverfahren aufgrund ihrer Nähe zur Berufspraxis ergänzend zu den Standardinstrumenten der psychologischen Diagnostik einsetzen sollten. (BIBB-Doku)

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