Beruflichkeit in Zeiten der Akademisierung

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"Angesichts veränderter Qualifikationsanforderungen der Arbeitswelt und ausgehend von einem veränderten Bildungsverhalten junger Menschen sind am oberen Rand des Berufsbildungssystems neue, so genannte "hybride" Bildungswege entstanden. Diese sind nicht zuletzt auch im Kontext der Umsetzung der EU-Bildungspolitik politisch gewollt und werden mit ihren akademischen Anteilen vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Digitalisierung als perspektivisch tragfähige Lösung gegenwärtiger und zukünftiger Qualifizierungsprobleme gehandelt. So ist auch die Öffnung der Hochschulzugänge - seit 2009 ist es auf der Basis eines Beschlusses der Kultusministerkonferenz (KMK) formal möglich über die Anerkennung beruflicher Qualifizierungsabschlüsse ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium aufzunehmen - ein Versuch, die Zahlen der Hochschulabsolventen in Deutschland zu steigern. Wenn das für Deutschland konstitutive Berufskonzept im Sinne einer erweiterten, modernen Beruflichkeit für die Gestaltung berufsbegleitender und dualer Studiengänge an Hochschulen zu realisieren wäre, dann könnte das ein echter Beitrag zur Durchlässigkeit beruflicher und allgemeiner Bildung sein." (Textauszug; BIBB-Doku)

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