Effekte der Klassenzusammensetzung auf individuelles schulisches Problemverhalten : Welche Rolle spielt das Verhalten der Gesamtklasse, der "Coolen", der "Extremen" und der persönlichen Freunde?

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"Schulisches Problemverhalten von Jugendlichen kann Mitschüler(innen) und Lehrpersonen vor erhebliche Herausforderungen stellen und ein Entwicklungsrisiko für die betreffenden Jugendlichen bedeuten. Hinsichtlich der Ursachen für solches Verhalten zeigt die Peereinflussforschung, dass die Gleichaltrigen einen erheblichen Einfluss auf die individuelle Entwicklung von Verhaltensproblemen haben können. Der Schulklassenzusammensetzung bezüglich des Niveaus an Problemverhalten unter den Mitschüler(inne)n könnte damit eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung von Jugendlichen zukommen. Es wurde deshalb untersucht, inwiefern sich individuelles schulisches Problemverhalten durch die Ausprägung solchen Verhaltens unter den Klassenkamerad(inn)en vorhersagen lässt. Dabei wurden die Effekte unterschiedlicher sozialer Subgruppen in der Klasse fokussiert. Insgesamt gaben 623 Jugendliche aus 7.-9. Klassen anonym Auskunft zu ihrem schulischen Problemverhalten. Mehrebenenanalysen zeigten, dass sich individuelles Verhalten durch das mittlere Verhalten unter allen Klassenkamerad(inn)en, unter den populären Jugendlichen, den verhaltensauffälligsten Jugendlichen sowie unter den persönlichen Freunden in der Klasse statistisch vorhersagen ließ. Die Befunde werden vor dem Hintergrund von Peereinflussprozessen innerhalb von Schulklassen diskutiert." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

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