Systemorientierte Evaluation des Lernfeldkonzepts: Strategien für das berufliche Übergangssystem

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Abstract

"Ziel des Beitrags ist es, Forschungsdesiderate bezüglich der curricularen und didaktischen Umsetzung des Lernfeldkonzepts zu skizzieren und auf die Gestaltung von Ausbildungsprogrammen im beruflichen Übergangssystem zu beziehen. Um der Komplexität der Fragestellung gerecht zu werden, sind auf der Makro-, Meso- und Mikroebene des Bildungssystems Forschungsfragen aufzuwerfen und in empirische Fragestellungen zu überführen. Das Lernfeldkonzept ist hierbei in besonderer Weise geeignet, Notwendigkeiten und Prinzipien einer systemorientierten Evaluation herauszustellen; denn es ist unter der normativen Zielsetzung der beruflichen Handlungskompetenz mit den Handreichungen der KMK ohne eine ausführliche Diskussion und Rückkopplung mit den Betroffenen als ein pragmatischer curricularer Ansatz zur Entwicklung von Rahmenlehrplänen eingeführt worden und hat erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung von schulischen und betrieblichen Lehr-Lernprozessen, auf das Lernverhalten von Auszubildenden sowie auf die didaktischen Kompetenzen von Lehrenden. Es zeigt, wie Inhalte der Ordnungsmittel auf Fragen der Lehreraus- und -weiterbildung ausstrahlen und wie sich im Zuge der veränderten Lehr-Lernprozesse auch berufliche Weiterbildungsprogramme neu strukturieren. Aus diesen Befunden lassen sich Strategien für die Gestaltung des beruflichen Übergangssystems ableiten, die unter einer Qualifizierungsthese andere Formen aufweisen als unter einer Zertifizierungsthese. Mit Bezug auf die systemorientierte Evaluation des Lernfeldkonzepts wird betont, dass theoretisch begründete Vorschläge für Bildungsreformen mit einer Evaluation vor der Umsetzung eingeleitet werden müssten (statt eines "tabula rasa-Ansatzes"; Krumm, 1975, S. 287) und von kontinuierlichen systematischen Evaluationen auf allen Ebenen zu begleiten wären." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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