Berufsqualifizierung und dritte Industrielle Revolution : eine historisch-vergleichende Studie zur Entwicklung der klassischen Ausbildungssysteme
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11962
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Nomos Verl.-Ges.
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Baden-Baden
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Abstract
In der vorliegenden Studie wird versucht, die Zukunftschancen des deutschen Systems der Berufsbildung auszuloten. Dabei geht es um die Frage, ob und wie die bisher darin realisierten Ziele und Werte auch unter den Bedingungen globalisierter Kapitalmärkte und der Standortkonkurrenz im europäischen Binnenmarkt gesichert werden können. Unter vor allem sozialhistorischer und vergleichender Perspektive folgt die Studie dem Verlauf der drei "Industriellen Revolutionen" und versucht, die Soziogenese der drei klassischen Ausbildungsmodelle nachzuzeichnen, wie sie im Europa des 19. Jahrhunderts in England, Frankreich und Deutschland entstanden sind. Von besonderem Interesse ist, wie sich diese klassischen Systeme unter dem Einfluss der USA und von Japan im Lauf der zweiten und dritten Industriellen Revolution verändern. Dabei stellt sich die zentrale Frage, ob die Entwicklung in die Richtung eines einheitlichen globalen Ausbildungsmodells zielt oder ob die etablierten Systeme in reformierten Varianten nebeneinander bestehen bleiben werden. Der Verfasser schätzt das deutsche duale System als sehr zukunftsfähig ein: im Vergleich erweise es sich als anpassungsfähig, integrativ, lernintensiv und identitätsstiftend. Die Verantwortlichen, d. h. Politik, Wissenschaft und Sozialpartner, fordert er auf, sich darüber zu verständigen, wie das duale System durch konstruktive Strukturveränderungen stabilisiert werden kann. (BIBB2)