Arbeit - Emotion - Politik : die gefühlsmässige Verarbeitung betrieblicher Erfahrungen und ihre politischen Auswirkungen
item.page.bibb.id
122813
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
Opladen
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Sozialwissenschaftliche Untersuchungen neigen dazu, das Handeln von Jugendlichen rational zu deuten und den Einfluss von Emotionen ausser acht zu lassen. Eine solche Sichtweise ist offensichtlich einseitig. Ihr gegenüber muss verstärkt auf die Bedeutung von Emotionen hingewiesen werden. Die Arbeit leistet dazu einen Beitrag, in dem sie versucht, die Zusammenhänge zwischen Arbeitsschicksal und betrieblichen Erfahrungen einerseits und politischen Einstellungen und Verhaltensweisen andererseits zu erfassen. Bei der Untersuchung dieses Zusammenhanges wird aber nicht von einer direkten, gleichsam mechanischen Übertragung beruflicher Erfahrungen auf die Politik ausgegangen. Vielmehr wird angenommen, dass die Arbeit im Betrieb neben mehr oder weniger klaren Einsichten vor allem eine Reihe von Gefühlen hervorruft, und dass diese Emotionen und die Art ihrer persönlichen Verarbeitung die entscheidenden Impulse für die politischen Grundüberzeugungen und Aktivitäten liefern. Die empirischen Daten, über die berichtet wird, stammen aus einer explorativen Studie bei rund 100 Lehrlingen aus städtischen Ballungsräumen Niedersachsens. Die Erhebungen wurden Mitte 1980 durchgeführt. Die Angaben sind zwar nicht statistisch repräsentativ, sie beruhen aber auf intensiven, mehrstündigen Befragungen und Gesprächen, in denen männliche und weibliche Lehrlinge aus den quantitativ fünf wichtigsten Branchen einbezogen wurden. Mit einiger Vorsicht dürften die Ergebnisse daher für Lehrlinge aus städtischen Ballungszentren in Norddeutschland verallgemeinbar sein. (IAB2)