Umweltschutz, politisches Lernen und ökologieorientierte Bildungsarbeit
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Abstract
"Ökologieorientierte Bildungsarbeit gewinnt ihre Lerninhalte aus den politischen Dimensionen des Umweltschutzes. Sie muss sich aber auch der Lernvorausetzungen ihrer Adressatinnen und Adressaten vergewissern. Für sie gilt die These von einem doppelten Sozialisationsdefezit: umweltvergessene Handlungspragmatik als Ergebnis politischen Lernens und entpolitisierte Gesinnungsethik als Kennzeichen des erworbenen Umweltbewusstseins. Im Interesse eines Ausgleichs dieses Defizits muss ökologieorientierte Bildungsarbeit den Lernenden Zugänge zu den Phänomenen des Umweltschutzes verschaffen, im Kontext von Überlegungen zur Risikogesellschaft die sozioökonomischen und politischen Krisenmomente des ökologischen Konflikts ausloten, mit aufklärerischen Bemühungen zur Erarbeitung einer verantwortungsethischen Perspektive befähigen und auf die Beteiligung an Auseinandersetzungen um die Würdigung der Subjektqualität der Natur vorbereiten. Als Element der politischen Kultur ist ökologieorientierte Bildungsarbeit somit gleichermassen Instrument des Umweltschutzes und Instanz der Kritik der Umweltpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)