Begleitevaluation der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete : zweiter Zwischenbericht

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Berlin

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Abstract

Das Bundesarbeitsministerium hat eine vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) angeführte Gruppe von Forschungseinrichtungen mit der Begleitevaluation der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete beauftragt. Mit der Begleitevaluation sollen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Inanspruchnahme, Umsetzung und Wirkungen der wesentlichen Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik im SGB II und SGB III zur Förderung der Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit gewonnen werden. Der vorliegende Zwischenbericht dokumentiert den bis zum 31. Oktober 2019 erreichten Projektfortschritt und präsentiert empirische Befunde auf Grundlage der bis zu diesem Zeitpunkt verfügbaren umfangreichen projektspezifischen Datenbasis. Die Untersuchungsgrundgesamtheit bilden dabei volljährige Personen im Kontext von Fluchtmigration mit Ankunft seit dem 1. Januar 2015, die als arbeitsuchende Personen in den Rechtskreisen SGB II und SGB III von August 2017 bis September 2018 eine der zu bewertenden Maßnahmen begonnen haben oder eine solche Maßnahme hätten beginnen können und ähnliche Merkmale aufweisen wie die Teilnehmenden. In punkto Berufsbildung konstatiert der Bericht, dass bis zum Befragungszeitpunkt nur ein geringer Anteil der befragten Geflüchteten eine berufliche Ausbildung in Deutschland begonnen (14 Prozent) haben. Dabei handelt es sich mehrheitlich um eine duale Berufsausbildung (83 Prozent dieser Fälle), während vollschulische berufliche Ausbildungen nur eine geringe Bedeutung haben (8 Prozent). Für den überwiegenden Teil der Auszubildenden stellt die berufliche Ausbildung eine Erstausbildung dar. Rund die Hälfte dieser Personen ist dabei im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die weit überwiegende Mehrheit ist jünger als 35 Jahre (89 Prozent). Die befragten Geflüchteten, die eine Ausbildung in Deutschland begonnen haben und deren Ausbildung noch andauert, geben an, diese Ausbildung erfolgreich abschließen zu wollen (97 Prozent). Gleicht man die Abschlussmotivation jedoch mit dem Anteil der erfolgreichen Abschlüsse bei denjenigen Personen ab, die ihre Ausbildung bereits beendet haben, deutet sich ein etwas ungünstigeres Bild an: Von diesen Personen hat ein Großteil die Ausbildung ohne Abschluss abgebrochen (70 Prozent), und nur knapp jede dritte Person hat einen Abschluss erhalten (30 Prozent). Die Abbruchquote liegt damit deutlich höher als die durchschnittliche Vertragslösungsquote in Deutschland, welche im Jahr 2017 bei etwa 25 Prozent lag. (Textauszug; BIBB-Doku)

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