Konstruktivismus in der Erziehungswissenschaft (Themenschwerpunkt)
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Abstract
Das Heft widmet sich in seinem Themenschwerpunkt dem Konstruktivismus, der die Sicht in den Vordergrund rückt, dass es die konstruierende Aktivität des Individuums sei, die seine mentale Ausdifferenzierung bewirke und damit eine für die Geschichte der Pädagogik selbstverständliche Annahme in Frage stellt, dass es das erziehende und belehrende Handeln von (erwachsenen) Subjekten sei, welches den Bildungsprozess des Individuums determiniere. RUSTEMEYER eröffnet den Teil mit einem Stichwortbeitrag, der die Grundannahmen und Typen des Konstruktivismus vorstellt, den wissenschaftstheoretisch- philosophischen Anspruch diskutiert und die Provokation für die Erziehungswissenschaft näher markiert. MITTERER setzt sich aus philosophischer Sicht mit einem der Kernvorwürfe gegen den Konstruktivismus auseinander, dem der Beliebigkeit und Wahrheitsferne. Einer der Begründer des Radikalen Konstruktivismus, VON GLASERSFELD, untersucht in seinem Beitrag die Funktion der Sprache im Unterricht aus konstruktivistischer Sicht und zeigt Konsequenzen für Lehrer auf. Für die Psychologie entfaltet WESTMEYER die drei wichtigsten Varianten des Konstruktivismus, die Theorie der persönlichen Konstrukte, den Radikalen Konstruktivismus und den sozialen Konstruktivismus. Er beantwortet die für die Psychologie wie für die Erziehungswissenschaft gleichermassen bedeutsame Frage nach der empirischen Anschlussfähigkeit von Konstruktivismus im Hinblick auf den sozialen Konstruktivismus. (BIBB2)