Berufs- und studienbezogene Orientierungen von Studierenden im Diplomstudiengang Technikpädagogik (GwL) : erste Befunde aus einer Längsschnittstudie : Frühjahrstagung der Kommission Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (1998, Hamburg)

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Der Beitrag gibt einen Überblick zur Anlage und zu ersten Befunden aus einer Längsschnittstudie, in deren Rahmen eine breit angelegte Evaluation des "Gewerbelehrerstudienganges" der Universität Stuttgart erfolgt. Gegliedert sind die Ausführungen in 1. eine Projektskizze, in der die zentralen Ausgangsfragen und der Projektverlauf dargestellt werden, 2. die auf einen Untersuchungsabschnitt bezogene partielle Darstellung der theoretischen Grundüberlegungen und 3. die Präsentation erster Befunde. Das Forschungsprojekt mit dem Titel "Ausbildung, Tätigkeitsfeld und Selbstverständnis von Lehrern an beruflichen Schulen" steht im Kontext des Projektstudienkonzepts. Folgende Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Arbeit: Mit welchen berufs- und studienbezogenen Erwartungen nehmen die Studierenden das Studium der Technikpädagogik auf, welche Motive sind für die Studien- und Berufswahl entscheidend, wie ändern sich diese im Verlauf des Studiums, welche Gründe führen bei über 50 Prozent der Studienanfänger zum Abbruch des Studiums, und wie werden die Studienangebote vor allem in Erziehungswissenschaft/ Berufspädagogik beurteilt. In den Längsschnitt wurden 3 Kohorten einbezogen (Studienanfänger 94,95,96). Die Untersuchung zeigt, dass die Studierenden bereits zu Beginn des Studiums ein Idealbild von der zukünftigen Tätigkeit entwickelt haben. Die Orientierung an dem Leitbild des intuitiv handelnden Pädagogen ist mit unerwartet hohen Übereinstimmungen zwischen Ideal- und Realselbst kombiniert. Festzustellen ist eine eher skeptische Erwartungshaltung gegenüber möglichen Beiträgen des Studiums. Hohe Erwartungen bestehen nur im Bereich fachlicher Kompetenz. Die Bewertung der Lehrangebote korreliert stark mit den eingebrachten Erwartungshaltungen und der Selbsteinschätzung. Je höher die Diskrepanz zwischen Ideal und "Realselbst", desto grösser sind die Erwartungen an das erziehungswissenschaftliche Studium. Das wissenschaftlich-abstrakte Niveau der Lehrinhalte wird im fachwissenschaftlichen Bereich eher akzeptiert. Die Befunde fordern zu hochschuldidaktischen Reflexionen heraus. (BIBB2)

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