Welche Ressourcen haben junge Migrantinnen? : Plädoyer für einen Perspektivenwechsel
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Abstract
Ressourcen, über die Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer familiären Migrationserfahrungen und ihres Aufwachsens in Deutschland verfügen, werden bislang kaum thematisiert und die Diskussion um soziokulturelle Ressourcen zur Gestaltung der Gesellschaft widersprüchlich geführt. Auf der einen Seite wird Interkulturalität und Europakompetenz von jungen Menschen gefordert; gleichzeitig wird das Potenzial der Jugendlichen mit Migrationshintergrund nicht erkannt oder als solches nicht gewürdigt. Vor diesem Hintergrund fordern die Autorinnen einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und den Blick von den Defiziten auf die Potenziale der jungen Frauen zu lenken und diese als Ressource zu bewerten und wahrzunehmen und nicht ausschließlich an einem Idealbild des einsprachig, monokulturell-deutsch aufwachsenden Jugendlichen zu messen. Unter Rückgriff auf Daten einer quantitativen Untersuchung werden die Potenziale der jungen Frauen mit Migrationshintergrund beleuchtet und geprüft, inwiefern der Ausgang von Defiziten schlüssig ist oder ob nicht gerade an diesen Punkten spezifische Potenziale der Mädchen liegen. Fünf mögliche Ressourcen werden dazu thematisiert: Bildung, mehrsprachige Kompetenzen, interkulturelle Orientierungen/Handlungskompetenzen, Familienorientierung und Religiösität. (BIBB2)