Modeling a more-dimensional theory of self-directed learning
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Münster
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Abstract
Der Verfasser entwickelt eine mehrdimensionale Theorie des selbstgesteuerten Lernens. Ausgangspunkt ist, dass jedes Individuum immer in Abhängigkeit seiner historisch- gesellschaftlichen Situation steht. Diese Abhängigkeit vollzieht sich in den vier Dimensionen Wissen, Verhalten, Motivation und Emotion. Bezogen auf ein aktuelles Ereignis, einen Lernprozess, bedeutet dies, dass eine neue Information vom Individuum auf der Basis seines Wissensstandes aufgenommen und strukturiert, verarbeitet und wiederholt wird. Der Lernprozess ist abhängig von der Motivation, vom Interesse des Individuums am Inhalt, von der Verwendbarkeit des zu Lernenden und von der durch den Lerngegenstand bedingten emotionalen Situation. Der Verfasser fasst zusammen, selbstgesteuertes Lernen finde statt, wenn ein Individuum, ohne dass von aussen eine Vorgabe gemacht ist, aus sich heraus ein Interesse hat, es Lernstrategien anwendet, sich das Lernergebnis zuschreibt und dabei durch aktivierende Gefühle motiviert ist. Die Überprüfung des Modells an 295 Personen hat gezeigt, dass für das selbstgesteuerte Lernen am Arbeitsplatz die Selbständigkeit, die Kompetenz und die sozialen Beziehungen entscheidende Faktoren sind. Für die Unternehmen lassen sich daraus Hinweise für die strategische Entwicklung der Arbeitsumgebungen ableiten. (BIBB)