Schlechte Aussichten auf gute Jobs. Argentinien. Lateinamerika (Heftthema)
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Abstract
Studieren ist in Argentinien auch Lebensgefühl. Studium und Job werden häufig kombiniert, niemand hat es eilig, fertig zu werden; denn adäquate Stellen sind rar. Argentinien hat 900 000 Studenten - bezogen auf die Altersgruppe sind das etwa so viele wie in Deutschland. Allein in der Megastadt Buenos Aires studieren 200.000 Jugendliche. Zum überwiegenden Teil immatrikulieren sich die Studierenden an öffentlichen Universitäten. Nur etwa zehn Prozent können sich ein Studium an privaten Hochschulen finanziell leisten, die aber nicht unbedingt einen besseren Ruf geniessen als etwa die Universität von Buenos Aires. Studieren ist nur etwas für Privilegierte, da Stipendien eine grosse Ausnahme sind. Armut bedeutet den Ausschluss von höherer Bildung. Die Arbeitslosenrate unter Jugendlichen beträgt 20 Prozent. Fast jeder Fünfte aus der Altersgruppe der 18- bis 24jährigen studiert heute. Frauen stellen seit Mitte der 80er Jahre etwas mehr als die Hälfte der Studierenden. Seit 1996 ist eine Frau Bildungsministerin. In Argentinien gibt es neben der Schule kein System der betrieblichen Ausbildung (Duales System), das neben den Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) für einen künftigen Berufsalltag qualifiziert. - Siehe auch: Schule setzt Massstäbe S. 13 (HOF/Text übernommen).