Selbstregulation statt Fremdkontrolle : der Zusammenhang von Rationalisierungskonzepten in der Produktion und in der beruflichen Bildung

bibb.id98901
dc.contributor.authorGerds, Peter [Verfasser]
dc.coverage.spatialDE
dc.date.accessioned2018-12-17T12:06:30Z
dc.date.available2018-12-17T12:06:30Z
dc.date.issued1995
dc.description.abstract"Die rasante Beschleunigung gesellschaftlicher Entwicklung, zusammengefasst in der Globalformel 'Modernisierung', äussert sich im Bereich der Produktion im Konzept der systemischen Rationalisierung. Computergestützte Produktionstechniken und darauf basierende neue Kontrollformen der Arbeit erlauben eine kontrollierte Reintegration von dispositiven Funktionen in die unmittelbare Produktion, ohne dass sich an den grundlegenden betrieblichen Machtverhältnissen etwas verändert. Gleichwohl wird den Facharbeitern die Möglichkeit der Selbstkontrolle in Bezug auf die stoffliche Dimension aus Gründen der optimalen Produktivitätsausschöpfung zunehmend zugestanden und auch von ihnen abgefordert. Dieser noch vor wenigen jahren als 'Ende des Taylorismus' gefeierte Paradigmenwechsel erweist sich im Lichte jüngerer industriesoziologischer Untersuchungen als ein neuartiger, nicht-tayloristischer Rationalisierungsansatz, der es dem Management erstmals ermöglicht, die strategischen Eckpunkte des gesamten Produktions- und Arbeitsprozesses exakt fernzusteuern, ohne kontraproduktiv in die einzelnen Arbeitsverrichtungen und - inhalte hineinzuregieren. Deren Bestimmung, Ausführung und Kontrolle einschliesslich ihrer qualifikatorischen Dimension der Aneignung und Verausgabung von Fähigkeiten kann den Facharbeitern in ihre Verantwortung zurückgegeben werden. Das Interesse der Abnehmer von Qualifikationen an den konkreten Inhalten, d.h. am Arbeitsprozesswissen, kann abnehmen, wenn sich die Verfügung über dieses Wissen als strategisch unerheblich erweist. Die zu dessen permanenter Verausgabung und Modernisierung erforderlichen (Schlüssel)qualifikationen wie Fähigkeit zum lebenslangen Lernen und Verlernen, Teamfähigkeit und Selbstkontrolle erweisen sich somit als höchst funktionale Voraussetzung für die Durchsetzung der systemischen Rationalisierung." (Autorenreferat)
dc.description.versionreferiert
dc.format.extentS. 7-27
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/713232
dc.language.isode
dc.relation.ispartofZeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik
dc.relation.ispartofvolume91 (1995), H. 1
dc.subject.classificationG 1.2.4.1 Produktion und Gewinnung
dc.subject.classificationG 2.2.1 Technologisierung
dc.subject.classificationS 5 Organisationsentwicklung
dc.subject.classificationS 1 Stufen der Berufsbildung
dc.subject.classificationG 1.2.3.1 Potenziale
dc.subject.classificationS 2.2.5 Standards in der beruflichen Bildung
dc.subject.classificationG 2.3.4 Qualifikationswandel
dc.subject.otherProduktion
dc.subject.otherOrganisation
dc.subject.otherCAM
dc.subject.otherAuswirkung
dc.subject.otherRationalisierung
dc.subject.otherManagement
dc.subject.otherLean management
dc.subject.otherBerufsbildung
dc.subject.otherQualifikationsanforderung
dc.subject.otherSchlüsselqualifikation
dc.titleSelbstregulation statt Fremdkontrolle : der Zusammenhang von Rationalisierungskonzepten in der Produktion und in der beruflichen Bildung
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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