Bildungssystem und zweiter Bildungsweg: Formen und Motive reversibler Bildungsbeteiligung

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"Die Schulen des Zweiten Bildungsweges (Abendschulen, Kollegs) verzeichneten zwischen den 1950er - und den 1970er Jahren eine wachsende Nachfrage. Seit Mitte der 1970er Jahre unterliegt das Wachstum wie auch die Nachfrage selbst Sprüngen und Schwankungen. Die quantitative Veränderung geht mit einer Veränderung der Rahmenbedingungen einher. Schulen für Erwachsene erfüllen die Funktion der lebenslaufbzogenen Neuzuteilung von Bildungschancen. Diese Funktion der Reversibilisierung steht allerdings heute unter spezifischen Vorzeichen: Die Funktion der nachholenden Eliteförderung ist nicht mehr dominant. Sie hat zur allgemeinen Funktion einer nicht nur vom Aufstiegsprinzip geprägten, sondern auch mit der Vermeidung sozialer Exklusion verbundenen Chanceneröffnung im Nachhinein entwickelt. Die Veränderung wird anhand der Literatur zur Entwicklung sowie anhand von Daten zur Teilnehmerstruktur des Zweiten Bildungsweges (ZBW) am Fall des Bundeslandes Hessen aufgezeigt." (Autorenreferat)

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