Ist gewerkschaftliche Bildungspolitik zukunftsfähig?

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Abstract

"Ist gewerkschaftliche Bildungspolitik nicht mehr zukunftsfähig? Diese Ausgangsfrage nimmt den Befund des Göttinger Soziologen Martin Baetghe (2010, S.96) auf. Er sieht die Gewerkschaften nicht gut vorbereitet auf die mitgestaltende Akteursrolle in der Bildungspolitik. Diese These verkündete er provokant im Buch zum Kurswechsel für Deutschland, das IG Metall Chef Berthold Huber, im Krisenjahr 2010 herausgegeben hat. Aber stimmt das? Sind die Gewerkschaften wirklich so schlecht unterwegs im Bildungsthema? Um das Ergebnis der Prüfung der Programmatik und der praktischen Politik gleich vorweg zu nehmen: Ich halte die gewerkschaftliche Berufsbildungspolitik in Summe für zukunftsfähig und auch für zukunftstauglich." (Hrsg.) Im Beitrag wird zunächst die Frage erörtert, ob die betriebliche Berufsbildung noch zeitgemäß oder nur noch ein Auslaufmodell ist, das vielleicht noch im Handwerk für vermeintlich leistungsschwächere Jugendliche funktioniert. Im Anschluss skizziert der Autor die Reformvorstellungen der Gewerkschaft für die berufliche Bildung, die sich an die Leitlinie moderner Beruflichkeit anlehnt. Das bildungsbereichübergreifende Reformkonzept der Gewerkschaft zielt darauf, berufliche und allgemeine Bildungswege auf der Grundlage gegenseitiger Anerkennung sinnvoll miteinander zu verzahnen. (BIBB-Doku)

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