Zum Verhältnis von Berufsbildungsforschung und Organisationstheorie

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Die Überlegungen zum Verhältnis von Berufsbildungsforschung und Organisationstheorie verstehen sich als eine kritische Reflexion der derzeitigen Berufspädagogik in Deutschland. Der Autor knüpft an einen früheren Beitrag in der ZBW an, in dem er aufzeigt, dass sich die deutsche Berufspädagogik in ihrem disziplinären Selbstverständnis zwar als die Disziplin des Berufs versteht, aber sie diesen sich selbst gestellten Anspruch doch nur ansatzweise erfüllen kann. Dies könnte jedoch anders aussehen - so seine These - wenn sie sich in Hinblick auf die Berufsbildungsforschung und Organisationstheorie breiter positionieren würde. Anhand des Versuches einer ergänzenden "redescription" des klassischen Themas der Berufspädagogik plädiert Kurtz für die Ausweitung der Berufspädagogik zur Berufsbildungsforschung - eine Forderung, die anders akzentuiert von dem Osnabrücker Sozialwissenschaftler Dirk Anmacher vor mehr als 15 Jahren aufgestellt worden ist. Im Wesentlichen geht es dem Autor um eine Neubestimmung des Berufs als der zentralen Bezugskategorie der Berufspädagogik. Bisher neige die Berufspädagogik dazu, die Berufswirklichkeit in der modernen Gesellschaft zu sehr auf den Ausbildungsaspekt und auf eine bestimmte Ebene von Berufen zu reduzieren, so dass mit der hier vorgestellten Neubestimmung des Berufsthemas insbesondere auch eine Ausweitung des analytischen Horizonts dieser Disziplin angestrebt wird. (BIBB-Doku)

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