Praktisches Lernen und Bildungsreform : zur Dialektik von Nähe und Distanz der Schule zum Leben
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123049
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Abstract
"Die Kritik an der Lebensferne der Schule ist so alt wie die Schule selbst. Sie bezieht sich weniger auf die Tatsache, dass die Schule ein von den übrigen Lebensbereichen separiertes und spezialisiertes gesellschaftliches Teilsystem ist, sondern vielmehr darauf, auf welche Weise die Schule die (historisch notwendig gewordene) Distanz zum Leben hält. Beklagt wird vor allem die einseitige "Verkopfung" des schulischen Lerngeschehens insbesondere in den sogenannten 'allgemeinbildenden' Schulen. Dass 'Allgemeinbildung' auch eine politisch-praktische Dimension hat, sich auf den ganzen Menschen (und nicht nur seinen Verstand) bezieht, ist auf dem vorletzten Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft noch einmal deutlich herausgearbeitet worden. Mit dem Konzept des praktischen Lernens liegt möglicherweise ein Ansatz vor, der die Frage nach einem zeitgemässen Verhältnis von Distanz und Nähe der Schule zum Leben, nach der Möglichkeit von Schule als 'lebensnaher Bildungsstätte' vor dem Hintergrund aktueller kultureller Entwicklungen beantworten hilft." (Autorenreferat)