Vorhersehbare Berufs- und Qualifikationsentwicklung vor dem Hintergrund neuer Informations- und Kommunikationstechniken
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85279
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Luxemburg
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Abstract
Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen findet sich heute in den entwickelten Industriestaaten in Berufen, in denen Informationen verarbeitet werden. Computerbezogene und an Multimedia orientierte Qualifikationen werden im Erwerbssystem immer wichtiger. Ihre Vermittlung verläuft jedoch mit erheblicher Verzögerung, da einerseits die zukünftige Arbeitsteiligkeit und die damit zusammenhängenden Qualifikationsbedürfnisse unklar bleiben, und andererseits die Ausbildungskapazitäten nicht schnell genug ausgebaut werden. Der Verfasser legt dar, dass die Abgrenzung der Computerberufe in Kern-, Misch- und Randberufe es ermöglicht, bestehende Strukturen in der Beschäftigung deutlich zu machen und entsprechende Aktionen zu planen und umzusetzen. Als Kernberufe bezeichnet er die reinen Informationsberufe. Hier sei bisher unklar, ob sie vorwiegend abstrakte Aufgaben abdecken, für die in der Regel eine Hochschulausbildung erforderlich sei, oder ob es in diesem Berufsfeld auch Tätigkeiten gibt, die mit einer Ausbildung z. B. im dualen System bewältigt werden können. Die Anwenderberufe werden als die Randberufe bezeichnet. Die dazwischenliegenden Mischberufe würden vor allem durch aktive arbeitsmarktpolitische Massnahmen gestützt und erreichten nur eine begrenzte Professionalität. Der Verfasser plädiert für einen Ausbau des Hochschulsektors für die Kernberufe; eine betriebliche Ausbildung sei mittelfristig nicht ausreichend. (BIBB2)