Erweiterte Praktika als Instrument der Berufsorientierung
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich zunächst mit der grundsätzlichen Frage nach der Funktion von Betriebspraktika. Diese besteht nach dem Verständnis des Autors in erster Linie darin, als eine Art "Prüfinstanz" für Berufswahlentscheidungen ("Berufswunschkontrolle") zu fungieren. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, muss der Schwerpunkt der Betriebspraktika auf die Vermittlung von Erfahrungen und Kenntnissen (Einblicke in berufsspezifische Tätigkeiten) für die Berufswahl gelegt werden, wobei der Lernprozess möglichst dialogisch und kommunikativ gestaltet werden sollte. Das vom Autor entwickelte "Patenschaftsmodell" stellt eine Möglichkeit dar, diese Vorstellung umzusetzen. Der Ansatz dieses Praktikumskonzeptes besteht darin, dass Auszubildende die Rolle als "Patinnen" und "Paten" für jeweils eine Schülerin/einen Schüler übernehmen. Auf diese Weise wird eine Verbindung zwischen Schule und Ausbildung hergestellt sowie eine Betriebs- und Berufserkundung ermöglicht, die in tatsächliche betriebliche Abläufe eingebettet ist und durch "Peers" begleitet wird. (BIBB-Doku)