Moral im Dienste betrieblicher Zwecke? : Anmerkungen zu Klaus Becks Grundlegung einer kaufmännischen Moralerziehung

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"Klaus Beck plädiert für einen Paradigmenwechsel der kaufmännischen Moralerziehung: In Grossgesellschaften führe eine an der Idee des ganzen Menschen orientierte universalistische Moral zu einer unvertretbaren Belastung der Individuen und zu suboptimalen Praktiken in sozialen Subsystemen. Die sich als eine Bereichsmoral konstituierende Betriebsmoral verpflichte den einzelnen streng darauf, seine Handlungen dem betrieblichen Vorteilsstreben zu subsumieren. Dieser Vorschlag wird hier zurückgewiesen: (1) Das von BECK hypostasierte ökonomische Modell hebt nicht ab auf Befindlichkeit und Interessenlage des Betriebsangehörigen. (2) Das Grundproblem der Ethik, im Handeln unter Bedingtheiten das eigene Menschsein zu realisieren, wird ausgeblendet. (3) Der Vorwurf, die universalistische Ethik müsse am Anwendungsproblem scheitern, ist unbegründet. (4) Die für betriebliches Handeln reklamierten Kohlbergschen Handlungsbegründungsfiguren (Stufen 2 und 3) sind moralisch defizitär und deshalb als Leitvorgaben der Moralerziehung untauglich. Was es heute heisst, kaufmännische Moralerziehung im Anschluss an ihre Tradition jenseits des ethischen Partialismus didaktisch zu gestalten, wird abschliessend unter Bezug auf das vertikal strukturierte Kringsche Modell der moralischen Legitimationsprüfung erörtert." (Autorenreferat)

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