Medienkompetenzförderung und "Des Kaisers neue Kleider": Überlegungen zum Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Qualifizierung
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Abstract
Aus der Euphorie rund um die neuen Medien resultiert die Gefahr, dass bei der Medienkompetenzförderung Bildung zu Gunsten schlichter Qualifikation vernachlässigt oder mit dieser verwechselt wird. Bildung ist zwingend, soll der Mediennutzer nicht zum Spielball gesellschaftlicher Ansprüche und wirtschaftlicher Interessen werden. Ausgehend vom klassischen Bildungsbegriff plädiert die Autorin für eine Medienkompetenzförderung, die Bildung ist und einen kritisch- distanzierten, reflexiven Umgang mit den Medien anstrebt, sich gegen eine Vereinnahmung des Lernenden wendet. Die Fokussierung auf Qualifikation bei der Medienkompetenzförderung werde auch der Wirtschaft nicht dauerhaft nutzen. Die Nutzung der neuen Medien sollte lediglich als Ausdruck einer veränderten Alltagswirklichkeit begriffen werden. (BIBB2)