Ermöglicht die Flexibilisierung in der Berufsausbildung mehr Chancengerechtigkeit bei der Ausbildungsplatzvergabe? : Fallstudie eines Schweizer Ausbildungsverbundes

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Seit einiger Zeit werden in der Schweiz so genannte Lehrbetriebsverbünde (LBV) als Lernorte zur Vermittlung der beruflichen Grundbildung gefördert. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von mehreren Betrieben zum Zweck, Lernenden in verschiedenen spezialisierten Betrieben eine umfassende Bildung in der beruflichen Praxis zu gewährleisten. Eine Leitorganisation (Bildungsinstitution, Berufs- oder Branchenverband, Verein, etc.) übernimmt die Verantwortung für die Ausbildungsorganisation und vertritt den Verbund nach außen. Diese rekrutiert die Lernenden und schließt mit ihnen den Lehrvertrag ab, kann zudem das Anwerben und die Selektion der Lernenden sowie die administrativen Aufgaben des Verbundes übernehmen. Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die Auswahlkriterien, welche bei der Selektion von Lernenden in traditionellen Ausbildungsbetrieben vorherrschen. Im empirschen Teil wird anhand einer explorativen Fallstudie untersucht, inwieweit es einem Ausbildungsverbund gelingt, den staatlichen Auftrag, die Integration benachteiligter Schulabgänger zu verfolgen, organisatorisch umzusetzen. (BIBB-Doku)

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