Frauen in Führungspositionen - massiver Nachholbedarf bei großen Unternehmen und Arbeitgeberverbänden

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Frauen sind in Europa zu einem erheblich geringeren Maße in Führungspositionen tätig als Männer; im europäischen Durchschnitt haben sie nur 10 Prozent der Sitze in den höchsten Entscheidungsgremien der jeweils 50 größten börsennotierten Unternehmen inne. Teilweise liegt ihr Anteil - wie in den Vorständen der 87 größten Unternehmen der Old Economy insgesamt nur bei einem Prozent. Dabei gibt es von Land zu Land erhebliche Unterschiede. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im europäischen Vergleich. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer ersten Bestandsaufnahme zur Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen in den Unternehmen und Verbänden Deutschlands. Alle untersuchten Gruppen, vor allem aber Unternehmen und Arbeitgeberverbände, haben einen erheblichen Nachholbedarf bei der Integration von Frauen in die Führungsgremien. Auch in der wesentlich breiter definierten Kategorie der Fach- und Führungspositionen liegt der Anteil der Frauen noch nicht einmal bei einem Drittel. Die mit der Bundesregierung vereinbarte Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft aus dem Jahre 2001 hat bislang bei Führungspositionen kaum Wirkung gezeigt. Hier sind noch erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung der Situation notwendig. (BIBB2)

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