Mobil und immobil in einem? : Über Unterschiede im Wanderungsverhalten von Männern und Frauen

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Die Abwanderung junger Menschen ist seit dem 19. Jahrhundert zumeist ausbildungs- und berufsbedingt und vom Land in die Städte mit ihren vielfältigeren Möglichkeiten gerichtet. Auch die Mobilität von Frauen ist nicht neu. Doch haben die biografisch unterschiedlich ausgeprägten Mobilitäten und Immobilitäten von Männern und Frauen noch nie so schlecht zueinander gepasst. Die starke Verschiebung der Geschlechterproportionen verschärft die Herausforderungen in den Abwanderungsregionen: Frauen fehlen als qualifizierte Fachkräfte, als potenzielle Partnerinnen und Mütter und als Teil der sozialen Netze in diesen Regionen. Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich individuelles Verhalten von Frauen und Männern auf Raumstrukturen auswirkt. Unter Raum werden sozial-räumliche, materiale, kulturelle Gegebenheiten und Prozesse gefasst. Ausgehend von den Wanderungsmotiven und den alters- und geschlechtstypischen Unterschieden in den Wanderungen werden die aktuellen Wanderungsbewegungen und ihre Auswirkungen auf regionale Disparitäten in Deutschland untersucht, die zu der abschließenden Frage nach dem politischen Handlungsbedarf sowie Handlungsmöglichkeiten führen. (BIBB-Doku)

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