Die Ausbildung Schwerstkörperbehinderter im Berufsbildungswerk
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Abstract
Für Schwerstkörperbehinderte ist der Übergang in das Ausbildungssystem immer noch erheblich erschwert. Vor allem die Berufsbildungswerke (BBW) sind gefordert, um Ausbildungsbedingungen zu schaffen, die ihnen anerkannte Berufsabschlüsse ermöglichen. In dem Beitrag wird über ein Ausbildungsprojekt für Schwerstkörperbehinderte am Berufsbildungswerk Neuwied berichtet. Das vom Landesarbeitsamt Rheinland-Pfalz sowie vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung geförderte Ausbildungsprojekt (1991 bis 1994) sollte junge Menschen mit schwerster Körperbehinderung zu Bürokaufleuten ausbilden. Ziel des Projekts bestand darin, diesem Personenkreis Zugang zur beruflichen Rehabilitaton zu verschaffen, eine qualifizierte Ausbildung anzubieten und Integration in die Berufswelt als auch in soziale Lebensbereiche zu ermöglichen. Das Ergebnis des Projekts zeigt, dass auch Schwerstkörperbehinderte erfolgreich beruflich qualifizierbar sind. Die Ausbildungsbedingungen müssen auf die Bedürfnisse der Rehabilitanden abgestimmt werden; krankheitsbedingte Erschwerungen können bis zum Abbruch führen. Für die soziale Eingliederung ist es wichtig, in der Schule als auch in der Ausbildung lebenspraktische und soziale Kompetenzen zu vermitteln, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben mit und ohne Erwerbsarbeit selbstbestimmt zu gestalten. (BIBB)