Zur mittel- und langfristigen Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland
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136572
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Abstract
"Dieses Papier legt Projektionen zur mittel- und langfristigen Entwicklung der Anzahl der Erwerbspersonen und Erwerbstätigen in Deutschland vor. Solche Projektionen hängen stark von zukünftigen Politikentscheidungen und den Verhaltensreaktionen auf sie ab. Diese sind kaum vorherzusagen. Wir gehen daher szenarienbasiert vor. Hauptergebnis ist, dass in jedem Fall, auch dem günstigsten, sowohl die Erwerbspersonen- als auch die Erwerbstätigenanzahl künftig sinken wird. Für unser vorsichtig optimistisches Szenario gehen wir von einer allmählichen Angleichung der deutschen Erwerbsquoten an die in Dänemark aus. In diesem Fall ergibt sich ein Rückgang in der Anzahl der Erwerbspersonen um etwa 2,8 Mio. auf etwa 39.4 Mio im Jahr 2040. Ohne weitere Arbeitsmarktreformen würde die Anzahl der Erwerbspersonen bis 2040 um über 9 Mio auf 32,6 Mio zurückgehen. Für die Zahl der der Erwerbstätigen ergibt sich ein moderaterer Rückgang von 2,5 Mio auf 36,2 Mio im Jahr 2040 im Dänemark-Szenario und ein wesentlich stärkerer Rückgang von 11 Mio auf 27,4 Mio im Status-quo-Szenario. Zugleich altert die Erwerbsbevölkerung. Das Durchschnittsalter wird bis zum Jahr 2040 von 40 auf knapp 42 Jahre ansteigen. Der Anteil der Erwerbspersonen im Alter 55+ wird von etwa 11% auf 20% im Jahr 2040 steigen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)