Die Integration junger Ausländer in das deutsche Bildungssystem kommt kaum noch voran
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Abstract
Die in Deutschland lebenden jungen Ausländer nahmen bis Mitte der 90er Jahre zunehmend an der schulischen und beruflichen sowie Hochschulausbildung teil und erwarben immer bessere Bildungsabschlüsse. In den letzten Jahren ist diese Entwicklung ins Stocken geraten, es gab sogar - vor allem an beruflichen Schulen und bei der Lehre - Rückschritte. Nach wie vor ist die Diskrepanz in der Bildungsbeteiligung zwischen Deutschen und Ausländern beträchtlich, insbesondere wenn die Schulpflicht endet. Im Jahre 1998 erreichte die Bildungsbeteiligung der Ausländer im Alter von 15 bis unter 20 Jahren 64 Prozent. Fundierte Schulbildung und eine gute berufliche Qualifikation werden für eine offene Gesellschaft und die Leistungsfähigkeit einer hochindustrialisierten Volkswirtschaft im globalen Wettbewerb immer wichtiger. Das erfordert aber auch, dass junge Ausländer besser in Schule, Berufsausbildung und Hochschule integriert werden. Der Untersuchung wurden Bildungs-, Beschäftigungs- und Bevölkerungsstatistiken zugrunde gelegt. Am Jahresende 1998 lebten in Deutschland 7,3 Mill. Ausländer, reichlich 2,9 Mill. von ihnen waren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einem für den Schul- und Hochschulbesuch relevanten Alter von sechs bis unter 30 Jahren. (BIBB2)