Aspekte der beruflichen Qualifizierung vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels
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120417
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Nürnberg
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Abstract
Der Autor beschreibt, wie am Anfang des vorigen Jahrhunderts eine grosse berufliche Qualifizierungswelle die Umstrukturierung von der vorindustriellen zur industriellen Produktion flankierte. Ebenso zwingt heute die Situation am Arbeitsmarkt zur Strategie der beruflichen Qualifizierung, da es gegenwärtig 2,2 Millionen Arbeitslose, davon ca. 120 000 mit Hochschulabschluss, aber auch viele unbesetzte qualifizierte Arbeitsplätze gibt. Umfassende Weiterbildungsmassnahmen sind daher nötig, um diesem Missstand abzuhelfen. Pauschale, undifferenzierte Bildungsexpansionen führen dagegen zu Reibungsverlusten im Beschäftigungssystem. So hat die hohe Zahl von Hochschulabsolventen zur Akademikerarbeitslosigkeit geführt. Auch hier müsste Abhilfe geschaffen werden. - Die berufliche Weiterbildung muss inhaltlich die strukturelle Entwicklung und die Weiterbildungsbedürfnisse der Arbeitskräfte berücksichtigen. Daher muss sie einerseits den individuellen Möglichkeiten Rechnung tragen und andererseits den Bedürfnissen und Entwicklungen des Arbeitsmarktes angepasst sein. Dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen kommt hierbei eine grosse Bedeutung zu.