Die kognitiven Voraussetzungen für das lebensbegleitende Lernen
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Abstract
Wenn man das Ziel eines lebensbegleitenden Lernens verfolgt, müssen die Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten durch das Altern berücksichtigt werden. Der Beitrag untersucht, ob die Formen des Lernens durch das normale Altern der kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt werden, und ob die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten des Erwachsenen durch ausbleibende Schulbildung und Analphabetismus definitiv verstellt wird. Daraus abgeleitet werden Grundsätze für die Gestaltung von Programmen lebensbegleitenden Lernens. Der kognitive Ansatz unterscheidet zwischen dem Erwerb der grundlegenden sprachlichen und perzeptiven Fähigkeiten, der sehr früh im Leben des Individuums während sogenannter sensibler Phasen stattfindet, und dem Lernen von Kenntnissen und Strategien zur Informationsverarbeitung, das lebensbegleitend stattfinden kann. Ausbleibende Schulbildung und Analphabetentum beeinträchtigen zwar die Entwicklung dieser Art von Kompetenzen, verhindern sie aber nicht grundsätzlich. Alterungsprozesse tangieren die Bewahrung dieser Art von Kompetenzen stärker als die erstgenannten. Trotzdem ist es durch ein ständiges Nutzen dieser Fähigkeiten möglich, ein hohes Leistungsniveau beizubehalten und neue Fähigkeiten zu erwerben. (BIBB2)