Self-Directed Learning in Germany : from Instruction to Learning in the Process of Work
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Münster
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Abstract
Der Verfasser stellt die Entwicklung der verschiedenen didaktischen und methodischen Ansätze der beruflichen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 dar. Besonderes Augenmerk wird auf die Theorie des selbstgesteuerten Lernens gelegt. Die wissenschaftliche Diskussion dazu fand ihren ersten Höhepunkt zu Beginn der 80er Jahre. Eines der Hauptergebnisse war, dass das Lernen von Kollegen und autodidaktisches Lernen am Arbeitsplatz zu den wichtigsten Formen der Weiterqualifizierung in der ersten Jahren nach der Erstausbildung gehören. Studien, die in den 90er Jahren durchgeführt wurden, bestätigen, dass in hohem Ausmass selbstgesteuertes Lernen in unterschiedlichen Formen am Arbeitsplatz stattfindet. Theoretische und empirische Defizite in der Berufsbildung haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft zu dem Projekt "Lehr-Lern-Prozesse in der kaufmännischen Erstausbildung" veranlasst. Der Verfasser stellt ausführlich das Teilprojekt "Motiviertes selbstgesteuertes Lernen in der beruflichen Erstausbildung - Entwicklung und Erprobung eines Zwei-Schalen- Modells" vor, das von der These ausgeht, dass selbstgesteuertes Lernen ein dynamisches Wechselspiel von Interesse, Motivation, Wissen und Kompetenz ist. (BIBB)