Konkurrenzfähigkeit des dualen Systems stärken: Anschlussmöglichkeiten ausbauen
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Abstract
Der Trend zu höher und hoch qualifizierten Tätigkeiten ist aufgrund des steigenden Anteils forschungs- und wissensintensiver Wirtschaftsbereiche an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung ungebrochen. Diese Wandlungsprozesse haben Konsequenzen für die Entwicklung der Qualifikationsanforderungen. Bei der Diskussion von Folgen und Maßnahmen stehen die im Rahmen des Bolognaprozesses angestoßenen bildungspolitischen Reformen zur Stärkung und Vereinheitlichung des europäischen Bildungsraumes im Mittelpunkt: zum einen die Einführung einer gestuften Studienstruktur, die mit dem praxisorientierten Bachelor als erster Stufe mit der dualen Ausbildung in Wettbewerb um leistungsstarke Bewerber tritt, zum anderen die Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge. In der Zukunft wird eine zunehmende Konkurrenz der beiden Bildungssubsysteme um leistungsstarke Jugendliche gesehen. Vor dem Hintergrund erhöhter Qualifikationsanforderungen auf der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes und einer zwar nach wie vor hohen, aber gesunkenen Bedeutung der beruflichen Ausbildung im dualen System werden im Beitrag das Verhältnis von beruflicher und Hochschulbildung sowie das Bildungsverhalten der Jugendlichen - die Angebotsseite - nähere beleuchtet. Wenn Aufstiegspositionen verstärkt mit Bachelorabsolventen besetzt werden, könnte die Anziehungskraft des dualen Systems abnehmen, zumal die Institutionalisierung des Hochschulzugangs für qualifizierte Berufstätige zur Zeit in Deutschland nicht vorankommt. Die Qualität und Flexibilität der dualen Ausbildung muss weiter erhöht werden, wenn sie nicht durch die Expansion höherer Bildung unterminiert werden soll. Es muss gegenüber Hochschulstudiengängen konkurrenzfähig bleiben und zu akademischer Weiterbildung anschlussfähig sein. (BIBB-Doku)