Anerkennung und Validierung von Kompetenzen : Politische Opportunität oder identitätspsychologische Notwendigkeit?
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125505
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Abstract
Gemäß des in der Schweiz seit 2004 geltenden neuen Berufsbildungsgesetzes können berufliche Qualifikationen nicht nur durch eine Gesamtprüfung, sondern auch durch andere vom Bundesamt anerkannte Qualifikationsverfahren nachgewiesen werden. Als andere Qualifikationsverfahren gelten Verfahren, die in der Regel nicht in Bildungserlassen festgelegt, aber geeignet sind, die erforderlichen Qualifikationen festzustellen. Diese neuen Möglichkeiten sind die politischen Konsequenzen aus der Deregulierung und Liberalisierung der Bildungslandschaft und der damit verbundenen Individualisierung der Bildungsbiografien und Ausbildungswege. In diesem Zusammenhang entwickelte der Schweizerische Verein Valida ein System zur Anerkennung und Validierung nicht formal erworbener Kompetenzen (www.valida.ch). Dieses System unterscheidet drei Ebenen der Anerkennung und Validierung (persönliche Anerkennung, institutionelle Anerkennung, Validierung), die in Anlehnung an die Grundsätze von Valida kurz erläutert werden. Im Anschluss werden sich damit stellende grundlegende Fragen von einem philosophischen Standpunkt aus thematisiert (Anerkennung als Grundkategorie der Bewußtwerdung; Dialektik von Gebrauchtswert und Tauschwert; Portfolioprozess als Anerkennung der Gebrauchswerte; Validierung als Übergang vom Gebrauchswert zum Tauschwert; Anerkennung oder Validierung?) (BIBB2)