Kompetenzfeststellung für Migrantinnen und Migranten - Ansatzpunkte, Problemfelder und Handlungsperspektiven
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150854
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Abstract
Die Ausschöpfung der Beschäftigungspotenziale von Zuwanderern scheitert nicht zuletzt an der mangelnden Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Als besonders problematisch gelten die defizitären rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und das deutsche Anerkennungssystem, das auf einer Defizitorientierung basiert. Die Gleichwertigkeitsprüfung zielt darauf ab, Deckungsgleichheit von deutschen und ausländischen Qualifikationen zu überprüfen. Von besonderer Bedeutung ist daher die Kompetenzfeststellung als alternatives Anerkennungsinstrument. Sie richtet den Blick auf die Erfassung und Beurteilung von Kompetenzen unabhängig von ihrem Aneignungsort. Im Beitrag wird dargelegt, welche Ansatzpunkte für eine Kompetenzfeststellung für Migranten in Deutschland bestehen und welche Perspektiven sie für eine Arbeitsmarktintegration bieten. Die verschiedenen Verfahren werden vorgestellt (Kompetenzbilanzierungs- und Portfolioverfahren, Externenprüfung) und Handlungsperspektiven identifiziert, die dazu beitragen können, Kompetenzfeststellung von Migranten sowohl auf untergesetzlicher als auch auf ordnungspolitischer Ebene stärker zu etablieren. (BIBB-Doku)