Geschlechterhierarchie und Arbeitsteilung : zur Geschichte ungleicher Erwerbschancen von Männern und Frauen
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103163
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Vandenhoeck und Ruprecht
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Göttingen
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Abstract
Trotz Gleichberechtigung sind die Ewerbschancen von Männern und Frauen ungleich. Der entscheidende Grund dafür ist die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, bestimmt von der herkömmlichen Hierarchie der Geschlechter. Wie die geschlechtsspezifische Strukturierung von Arbeits- und Erwerbsverhältnissen in je bestimmten historischen Zusammenhängen funktioniert, sich verändert und sich im Prozess beschleunigten historischen Wandels dennoch immer wieder als Grundprinzip reproduzierte, wollen die Beiträge dieses Bandes anhand der Entwicklung in verschiedenen Bereichen des Arbeitslebens (Textilindustrie, Waschgewerbe, Metallindustrie), vorwiegend des 19. und frühen 20. Jahrhunderts herausarbeiten. Weitere Aufsätze befassen sich mit älteren Formen von Arbeitsverhältnissen in der ständischen Gesellschaft der frühen Neuzeit; mit der Rekonstruktion der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung nach dem Ende des 2. Weltkriegs; mit der Frauenarbeit in kirchlicher Diskussion und Praxis im Kaiserreich; mit der Geschlechterhierarchie in der Wohlfahrtspflege am Beispiel der Arbeiterwohlfahrt in den zwanziger Jahren sowie schliesslich mit Berufswahl und Berufschancen von Volksschülerinnen und der Rolle der Berufsberatung in der Weimarer Republik. (IAB2)