Erwerb von Wertorientierungen : Arbeitsgruppe 4 : Kongress des Forum Bildung (1, 2000, Berlin)

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Die Arbeitsgruppe 4 auf dem Kongress des Forum Bildung widmete sich dem Thema Wertorientierungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter der Perspektive der Herausforderung für die Bildung und das Bildungswesen. Neben Beiträgen, die das Thema aus empirischer und theoretischer Perspektive behandeln, wurden gelungene Beispiele für den Erwerb von Wertorientierungen vorgestellt. GILLE stellt in ihrem Beitrag die Wertorientierungen Jugendlicher und junger Erwachsener vor, wie sie sich anhand von Umfragedaten des Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts in den 90er Jahren darstellen lassen. Sie vertritt die These, dass sich der gesellschaftliche Wandel auf der Werteebene des Subjekts in einer pluralisierten Wertestruktur niederschlägt, d.h. dass alte Werte nicht einfach durch neue ersetzt werden, sondern vielfältige Mischungsverhältnisse eingehen. MARGGRAF, ein Mitverfasser des Heidelberger Memorandums, kritisiert das ökonomiezentrierte Bildungsverständnis; er fordert ein neues Bildungsverständnis, das die ethische Perspektive einschliesst und sogar in den Mittelpunkt der aktuellen bildungspolitischen Diskussion rückt. Um ethisches Lernen zu unterstützen, seien die Öffnung der Schule und das Erfahrungslernen dringend erforderlich. Über "best-practice-Beispiele" für systematische Umweltbildung an einer Schule berichtet DINSE. WEISBROD und KULD stellen das "Compassion-Projekt vor, das von einigen katholischen Schulen durchgeführt wird und ein Sozialpraktikum in einer sozialen Einrichtung vorsieht. ODENDAHL sieht als Schlüsselbegriff einer zukünftigen Bildungspolitik für die Verwirklichung einer Wissensgesellschaft die Chancengleichheit und betont die Verantwortung des Staates. TAUBKEN stellt die gemeinnützige Jugendinitiative für Toleranz und Verantwortung - Step 21 vor, die neue Ansätze zur Förderung von Orientierungsfähigkeit, Sozial- und Medienkompetenz verfolgt. Über ein Projekt einer mehrsprachigen Europäischen Schülerzeitung an einem Gymnasium berichtet SCHORR. Ein weiteres Beispiel interkulturellen Lernens ist das Europäische Umweltprojekt an einer Europaschule, das von SCHUBERT vorgestellt wird. (BIBB2)

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