Ökonomie der Rehabilitation Behinderter : berufliche Umschulung zwischen Effizienz und Sozialverträglichkeit
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103236
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Campus-Verl.
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Frankfurt u.a.
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Abstract
Im ersten Teil der Arbeit wird versucht, die Rehabilitation Behinderter übergreifend, d.h. im System der sozialen Sicherung darzustellen und aus ökonomischer Sicht zu analysieren. Hierzu wird zunächst das gesamte Rehabilitationswesen der Bundesrepublik Deutschland in seinen wichtigsten instrumentellen und institutionellen Gegebenheiten dargestellt. Basierend auf der Theorie rationaler Sozialpolitik werden die bestehenden Rehabilitationskonzepte kritisch analysiert. Dementsprechend werden insbesondere Zielfindungsprozesse, Instrumenteneinsatz und Aufgabenverteilung untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit das Zusammenspiel von Zielen, Mitteln und Trägern im Bereich der Rehabilitation rationalen und überprüfbaren Kriterien folgt. Im zweiten Teil der Arbeit steht mit der beruflichen Umschulung ein Massnahmenkomplex aus dem Bereich der beruflichen Rehabilitation im Mittelpunkt. Zentraler Aspekt ist die Wirkungsanalyse dieses Instruments. Sie beinhaltet einen kommentierten Überblick über die empirische Forschung der letzten Jahre sowie die ausführliche theoretische Erörterung vor dem Hintergrund unterschiedlicher Zielsetzungen (Beschäftigungspolitik, optimale Allokation, Sozialpolitik). Der Analyse geht wiederum eine Bestandsaufnahme voran: Die heutige Umschulungspraxis wird in ihrer rechtlichen und institutionellen Ausgestaltung skizziert. Im dritten und letzten Teil stehen die distributiven Aspekte im Vordergrund. Es wird untersucht, welchen Zielgruppen die höchste Priorität bei der Gewährung von Umschulungsmassnahmen beizumessen ist. Zu diesem Zweck wird zunächst die Bewertung sozialer Zustände anhand einiger wohlfahrtsökonomischer Überlegungen erörtert. Daran anknüpfend wird der Versuch unternommen, die in der Praxis beobachtbaren Vorgehensweisen bestimmten theoretischen Verteilungskonzepten zuzuordnen. Schliesslich wird ein eigener Vorschlag hinsichtlich der Zuteilung begrenzter Ressourcen auf verschiedene Umschulungsfälle begründet und ausgearbeitet, der Effizienz und Sozialverträglichkeit integriert. (IAB2)
Description
Zugl.: Trier, Univ., DIss., 1992