Einfache Sprache und Berufsausbildung für Menschen mit Lernbehinderungen am Beispiel des BMBF-Projekts DoQ - Dortmunder Grundbildungsqualifizierung im betrieblichen Kontext
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175805
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Abstract
Neuesten Studien zufolge weisen in Deutschland mehr als 14 Prozent der erwerbstätigen Arbeitnehmer Defizite im Bereich der Grundbildung auf. In den Unternehmen steigen jedoch die Anforderungen auch an geringqualifizierte Erwerbstätige. Bedienungsanleitungen müssen verstanden, schriftliche Arbeitsanweisungen befolgt und branchenspezifische Formulare ausgefüllt und weiterverarbeitet werden. Arbeitsplatzorientierte Grundbildung stellt somit eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung des Arbeitsplatzes sowie die damit verbundene gesellschaftliche Teilhabe dar. Insbesondere im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe ist der Anteil funktionaler Analphabeten unverhältnismäßig hoch. Vor diesem Hintergrund zielt das im Beitrag vorgestellte Projekt DoQ (Dormunder Grundlbildungsqualifizierung) auf einen individuell ausgerichteten und wirtschaftssektorspezifischen Förderansatz für Arbeitnehmer mit Grundbildungsbedarf und/oder Migrationshintergrund. In dem Projekt werden Lernangebote entwickelt, die durch gezielte Arbeitsplatzanalysen - bezogen auf Wirtschaftssektor und Betrieb - den realen Bezug zur Arbeitswelt widerspiegeln und drei Komponenten vereinen: Lernen im Prozess der Arbeit, Arbeitsbezug beim Lernen und selbstgesteuertes Lernen. Alle Texte des Lernmaterials müssen dem Grundgedanken "Leichte Sprache" verpflichtet sein, um die angesprochene Zielgruppe zu erreichen. Im Beitrag sind dazu Beispielaufgaben aus dem Lernmaterial aufgeführt. (BIBB-Doku)