Rechnungswesenunterricht aus Schülersicht
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125034
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Abstract
Vor dem Hintergrund des ökonomischen und technischen Wandels gerät im kaufmännischen Schulwesen der tradierte Rechnungswesenunterricht vermehrt in die Kritik. Die Beanstandungen konzentrieren sich vornehmlich auf zwei Punkte: (1) Das dem System der Buchführung zugrunde gelegte Erklärungsmodell und (2) die Komplexität und Authentizität von Lehr-Lern-Situationen sowie Ausmaß und Art der Lehrerunterstützung. Um mehr über die didaktische Gestaltung des herkömmlichen Rechnungswesenunterrichts zu erfahren, wurden Schüler einer kaufmännischen Schule in Baden-Württemberg im Schuljahr 2002/2003 zu ihren Unterrichtserfahrungen befragt. Die empirischen Befunde bestätigen das Bild des herkömmlichen Rechnungswesenunterrichts, der sich durch Variantenarmut auszeichnet und von den Schülern als schwierig, eintönig und trocken empfunden wird. Ein Ansatz zur Steigerung der Unterrichtsqualität wird in der Didaktik des wirtschaftsinstrumentellen Rechnungswesens gesehen, der insbesondere in Kombination mit dem selbstorganisierten Lernen eine vielversprechende Option für eine schüleraktive und selbstorganisationsoffene Gestaltung der Lehr-und Lernprozesse darstellt. (BIBB)