Geschlecht, Elternschaft und Weiterbildungsteilnahme
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Abstract
Der Autor fragt in der Tradition der Lebenslaufforschung, ob Chancengleichheit der Geschlechter in der Weiterbildungsteilnahme erreicht wurde. Es geht um Optionen und Restriktionen der individuellen Weiterbildungsbeteiligung im Kontext von Familien- und Erwerbsarbeit. Zunächst wird der Zusammenhang von Geschlecht, Elternschaft und Weiterbildungsteilnahme im Kontext der Familiengründung als Transitionsprozess erörtert, danach werden Aspekte der geschlechtsspezifischen Beteiligungsregulation in und durch die Erwerbsarbeit im Rahmen einer Typologie fokussiert. Empirische Datengrundlage ist die Längsschnittstudie "Hamburger Biografie- und Lebenslaufpanel (HBLP)". Friebel stellt fest, dass ein deutliches Ungleichgewiccht bei der Teilnahme an Weiterbildung existiert. Mütter seien erheblich unter- und Männer sichtbar überrepräsentiert. Außerdem zeigt sich, dass der Angebotsbereich Weiterbildung überwiegend ein 'Closed Shop' für Arbeitsplatzbesitzer ist. Dies stehe im Widerspruch zu dem politisch proklamierten Gleichstellungsanspruch und führe zu einer Ausgrenzung von Müttern. (BIBB-Doku)