Berufserfolg von jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund : wie Ausbildungsabschlüsse, ethnische Herkunft und ein deutscher Pass die Arbeitsmarktchancen beeinflussen
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Abstract
Im vorliegenden Beitrag werden individualistische und organisationstheoretische Ansätze systematisch aufeinander bezogen, um so zu einem umfassenderen Verständnis der Mechanismen der (Re-)Produktion von ethnischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt beizutragen. Mithilfe empirischer Untersuchungen auf der Basis von Daten der scientific use files des Mikrozensus 2005 soll die Gültigkeit folgender Hypothesen überprüft werden: 1. Ausbildungsabsolventen unterschiedlicher ethnischer Herkunft haben die gleichen Arbeitsmarktchancen wie deutsche Absolventen ohne Migrationshintergrund; 2. Ausbildungsabsolventen mit Migrationshintergrund haben ungleiche Arbeitsmarktchancen gegenüber Absolventen ohne Migrationshintergrund ("Migrationseffekt", der aufgrund der eigenen Migrationserfahrung oder vermittelt über die Einwanderung der Elterngeneration entsteht); 3. Wenn sich ein Migrationseffekt ausmachen lässt, unterscheiden sich wiederum die Chancen der Absolventen mit Migrationshintergrund a) je nach dem, ob sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder nicht ("Rechtsstatuseffekt") oder b) aufgrund ethnisch modifizierter Produktivitätserwartungen seitens der Betriebe ("Zuschreibungseffekt"). Die Analysen konzentrieren sich auf Bildungsinländer, d. h. Personen, die vor oder während der Schulpflichtzeit nach Deutschland eingewandert sind und somit theoretisch die Möglichkeit hatten, hierzulande eine berufliche Ausbildung zu absolvieren. (BIBB-Doku)