Verringerung der Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss : Arbeitsgruppe 5 : Kongress des Forum Bildung (1, 2000, Berlin)
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Bonn
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Abstract
1998 haben bundesweit im Durchschnitt neun Prozent aller Schüler die allgemeinbildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss verlassen. Die Arbeitsgruppe 5 auf dem Ersten Kongress des Forum Bildung diskutierte, wie es gelingen kann, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss durch geeignete Fördermassnahmen zu senken. Zentrale These ist, dass Schulabgänger ohne Schulabschluss lediglich die Folge eines kritikwürdigen, von (strukturellen, inhaltlichen und finanziellen) Defiziten geprägten Schulsystems in Deutschland seien. Bei den positiven Beispielen aus der pädagogischen Praxis handele es sich um "Insellösungen", die erst noch in das Gesamtsystem umgesetzt werden müssten. Mögliche Lösungsansätze werden u.a. gesehen in dem früheren Beginn von Bildung und Erziehung bzw. entsprechender individueller Förderung von Schülergruppen, der Stärkung der Position der Grundschule als Lernort, kritischer Betrachtung der Ausgrenzungsstrategien des Schulsystems. Beiträge: KLEMM und STANGE widmen sich dem Thema übergreifend, geben eine Zustandsbeschreibung, umreissen Perspektiven, Lösungsmöglichkeiten und Grenzen. BRAUN gibt einen kurzen Überblick über die wissenschaftliche Wahrnehmung des Problems Schulverweigerer. Die übrigen Beiträge (MITTAG, ZSCHIESCHANG, KAGERER, MERTENS) berichten jeweils über bereits erfolgreich installierte innovative Projekte für diese Zielgruppe, wie z.B. die Benachteiligtenförderung in der Kasseler Produktionsschule BuntStift, den Berliner Schulversuch "Schule im gesellschaftlichen Verbund" oder Erfahrungen mit kommunalen schulpsychologischen Fördermassnahmen. (BIBB2)